Juliana Danner
Juliana Danner Juliana ist die Gründerin und Geschäftsführerin von ON AND OFFER. Sie hat über 10 Jahre als Art Direktorin in der Werbung gearbeitet. Bevor sie die Idee zur Active Connecting Plattform hatte, war sie als Personalberaterin tätig – spezialisiert auf Kreativprofile. Seither befasst sie sich intensiv mit zukunftsrelevanten Arbeitsformen in der Kreativbranche, modernem Recruiting, New Work, Ausrichtung sowie Positionierung von Kreativen am Markt und Nachwuchsförderung.

Was in der Kreativbranche schief läuft und warum wir neue Lösungen brauchen.

Lesezeit: 2 Minuten

Recruiting-Prozesses in der Kreativbranche neu denken

Als Kreativdirektorin und später als Personalberaterin für Kreativprofile habe ich beide Seiten der Kreativbranche über die letzten 15 Jahre intensiv kennengelernt. Die Prozesse in der Personalbeschaffung (was für ein gruseliges Wort) sind veraltet. Mehr noch, sie sind nicht zielführend. Auch Online-Stellenportale oder Karrierenetzwerke konnten nicht verhindern, dass in den letzten Jahren ein zunehmender Rückgang von qualitativen Bewerbungen und erfolgreichen Stellenbesetzungen zu verzeichnen ist. Das Hauptproblem dabei ist, dass das veraltete Grundprinzip (von einer Stellenanzeige ausgehend) nicht mehr die aktuelle Marktsituation widerspiegelt. 

Die Digitalisierung hat die Arbeit der Kreativen rapide verändert.

Die Aufgabenbereiche haben sich stark gewandelt, einige sind hinzugekommen, andere sind komplett weggefallen. Dadurch sind zum Teil völlig neue Jobs entstanden. Jeder dieser Jobs hat individuell so unterschiedliche Anforderungen an eine*n Kreative*n – eigentlich muss die klassische Stellensausschreibung als logische Konsequenz aussterben. Denn meistens ist sie viel zu eng gestrickt und Bewerber*innen, die mehr zu bieten haben, identifizieren sich nicht damit.

Dann formulieren die Personaler*innen die Ausschreibung breiter, um möglichst Viele anzusprechen. Aber was dann passiert, ist: Nach Punkt fünf von zehn denken die meisten ‚das kann ich nicht alles‘ und bewerben sich gar nicht erst.

Als Personalvermittlerin habe ich dieses veraltete System begünstigt. Bis mir klar wurde, dass ich eigentlich alles mitbringe, um es zu verbessern. Personalvermittlung ist nur notwendig, weil derzeit zwei Seiten nicht zusammenfinden. Viele Unternehmen haben Imageprobleme und Kreative wissen nicht, wo sie suchen sollen.

Es fehlt an Transparenz, es fehlt an Wandlungsbereitschaft und es fehlt – ironischerweise – an Kreativität.

Auch in Bezug auf Vereinbarkeit ist die Kreativbranche nicht gerade ein Vorreiter. Sie heißt Mütter (und auch Väter) nicht gerade willkommen. In der Regel werden viele Überstunden vorausgesetzt – meist unbezahlt. Wo setzt man da Teilzeit an? 40 Stunden arbeiten und für 20 bezahlt werden? Besonders in der Werbung werden selten Teilzeitlösungen geschaffen, die Frauen nach ihrer Rückkehr weiterhin das gleiche Selbstwertgefühl geben. Meistens sind die Rahmenbedingungen klar: Kaum Kundenkontakt, wenig Entscheidungsfreiheit, der Wirkungsbereich beschnitten. Das muss nicht sein. Agenturen sollten es als Chance sehen und sich als Arbeitgeber flexibler aufstellen.

ON AND OFFER will das unterstützen: Teilzeit, Home Office, Remote Work, Jobsharing und individuelle Lebensumstände können auch in der Kreativbranche berücksichtigt werden. Die Suche über unsere Plattform gibt bereits wichtige Infos über die aktuellen Präferenzen von Bewerbern. Wenn du beispielsweise eine*n UX Designer*in suchst und kaum Ergebnisse erhältst, hast du die Möglichkeit über die Filter diverse Optionen auszuprobieren und so deinen Suchradius zu erweitern. Wenn die Ergebnisse bei “Remote Work” viel umfangreicher sind, verschafft es dir vielleicht einen Wettbewerbsvorteil, diese Art der Zusammenarbeit anzubieten.

Ein Tool wie ON AND OFFER hilft somit dabei die nötige Transparenz und Fairness am Markt zu schaffen.

„On“ und „off“ steht für das einfache Prinzip der Plattform: Kreative müssen nur dann am Markt sichtbar sein, wenn sie auch verfügbar sind. Wenn sie in Projekte eingebunden sind, haben sie gar keinen Kopf für neue Aufträge. Darum sind Jobsuchende und auch Freelancer auf der Plattform nur sichtbar, wenn sie „on“ sind.

Außerdem, und das liegt mir sehr am Herzen, steht „offer“ für ein Angebot. Personalsuche besteht aus Angeboten, nicht Verbindlichkeiten. Ein Angebot für ein Treffen, ein Gespräch, ein Ideenaustausch, ein Kennenlernen. Eine Bewerbung ist immer beidseitig. „Offer“ bedeutet: Hier besteht kein Zwang.

Ja, diese Konversation ist bewusst überspitzt dargestellt. Wer aber lange Zeit in der Vermittlungsbranche unterwegs war oder noch ist, wird erschreckend viele Parallelen zu manch einer Kundenanfrage erkennen.

Personalsuche ist kein Onlineshopping.

Wir wollen einen Ort schaffen, der Kreative und Unternehmen zusammenbringt und nachhaltig verbindet. Kreative sollen selbstbestimmt entscheiden, Unternehmen besseres Personalmarketing betreiben und beide sollen aneinander wachsen können.

Bist du auf der Suche nach einem neuen Job oder dem nächsten Auftrag? Oder bist du Personalentscheider*in und auf der Suche nach verfügbaren Kandidat*innen? Hier geht es zur Active Connecting Plattform.

Juliana Danner
Juliana Danner Juliana ist die Gründerin und Geschäftsführerin von ON AND OFFER. Sie hat über 10 Jahre als Art Direktorin in der Werbung gearbeitet. Bevor sie die Idee zur Active Connecting Plattform hatte, war sie als Personalberaterin tätig – spezialisiert auf Kreativprofile. Seither befasst sie sich intensiv mit zukunftsrelevanten Arbeitsformen in der Kreativbranche, modernem Recruiting, New Work, Ausrichtung sowie Positionierung von Kreativen am Markt und Nachwuchsförderung.

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